Böse Schlappe im Abstiegskampf


Bei schönem, aber kaltem Wetter, trafen am dritten Advent zum Abschluss der Hinrunde der Tabellenvorletzte, FSV Köln 99 III, und der vor diesem Spiel 4 Punkte besser platzierte Gast von SpoHo II aufeinander. Die Jungs von SpoHo wollten unbedingt punkten, um den Abstand gegenüber den Abstiegsplätzen zu vergrößern.
Der Gast war personell gut besetzt und wollte die ansprechenden Leistungen der letzten Spiele bestätigen. In der ersten Hälfte gab es von beiden Seiten ein taktisch geprägtes Spiel ohne große Torchancen. Die einzige Chance für SpoHo vergab Kevin Ackermann in der 30. Minute, der sich den Ball etwas zu weit vorgelegt hatte und der Torhüter der Gastgeber im letzten Moment klären konnte. Kurz vor der Pause, als alle Beteilgten schon mit einem 0:0 rechneten, erzielte Benjamin Herriger mit einem gefühlvollen Schlenzer von der linken Seite das 1:0 (44. Minute). Nach dem Wechsel agierte SpoHo kurzzeitig druckvoller und erzielte nach schönem Pass von Kevin Ackermann das 1:1 durch Luiz Weiter (50. Minute).
Folgenschwer wog dann allerdings eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der zum wiederholten Male ein Foul eines Spielers des FSV an der Seitenlinie nicht ahndete, der zum Konter und zum 2:1 für die Gastgeber wiederum durch Benjamin Herriger führte (52. Minute). In der ersten Hälfte wurde bei einer ähnlichen groben Aktion an der Seitenlinie ein anderer Spieler von SpoHo, Sascha Baron, verletzt und mußte ausgewechselt werden.
Nach dieem unglücklichen Gegentor zum 1:2 wirkte die Abwehr von SpoHo nunmehr völlig verunsichert und bettelte um weitere Gegentore, die dann auch fielen, durch den dreimaligen Torschützen Herriger zum 3:1 (54. Minute) und den eingewechselten Spielertrainer Christian Benken zum Endstand von 4:1 (89. Minute). Die SpoHo- Akteure zeigten nur in einer kurzen Phase des Spiels, nach dem 1:3, für etwa eine Viertelstunde, dass sie spielerisch mehr leisten können, auch kämpferisch hätte man mehr erwarten können. Insgesamt ein ziemlich blutleerer Auftritt, den die  schwache Leistung des Schiedsrichters nicht übertünchen kann.
Natürlich war das Endergebnis zu hoch, aber verdient für den Gastgeber, der jetzt den drittletzten Platz vor den punktgleichen Raderthal Kickers erkämpft hat. SpoHo II hat jetzt nur noch einen Punkt Vorsprung vor diesen beiden Teams. Die Rückrunde wird leider im negativen Sinn weiter spannend bleiben – Stichwort Abstiegskampf!

RS, 15.12.2014