Ein verhagelter Sonntag für die SpoHo Frauen


In einem heißumkämpften Match ziehen die Mädels von Vorwärts SpoHo den Kürzeren und verlieren unglücklich mit 1:2 gegen den MSV Duisburg.

Nach dem enorm wichtigen 2:1 Sieg am vergangenen Sonntag gegen das Regionalliga Urgestein GSV Moers hatten sich die SpoHos viel vorgenommen, aber irgendwie waren es am Ende die Duisburgerinnen, die etwas besser ins Spiel starteten.
Die Zweitvertretung des MSV konnte im Gegensatz zu der letzten Woche wieder mit ihrer Stammelf antreten und wurde zusätzlich noch durch zwei Spielerinnen der ersten Mannschaft verstärkt. Nachdem die ersten 20 Minuten gespielt waren in denen Duisburg zwar leicht überlegen war aber auch keine zwingenden Chancen kreieren konnte, wurde das Spiel frühzeitig abgebrochen. Grund war nicht etwa, weil die Westkurve an der Ostkampfbahn mal wieder komplett ausrastete oder SpoHo-Hooligans das Feld stürmten, sondern weil der April seinem Namen alle Ehre machte und tat, was er wollte. Das zeigte er an diesem Sonntag mit Graupelschauern und Hagel der so stark war, dass man nach drei Minuten weder die Spielfeldmarkierungen noch den Ball sehen konnte.
Nach einer 15 Minütigen Pause ging es dann mit zweiten Hälfte der ersten Halbzeit für beide Mannschaften weiter. Die Ostkampfbahn glich zu diesem Zeitpunkt eher einer Schneewiese als einem Fußballplatz. Dennoch wurde die Partie wieder angepfiffen. Dem Untergrund geschuldet entwickelte sich eine – in den folgenden 25 Minuten der ersten Halbzeit – rutschige, langsame und von Vorsicht geprägte Partie, in der kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Szene das Spiel entscheiden sollte:
Nach einer Abwehraktion von SpoHo-Küken Celina Vieruß zeigt der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Zu diesem Zeitpunkt demonstrierten die Duisburgerinnen, denn sie dachten, dass Ihnen ihre verdiente Ecke verwehrt blieb. Mit einem Elfer für die Gäste rechnete zu diesem Zeitpunkt niemand. Der Schiedsrichter ließ sich jedoch nicht beirren und zeigt weiter auf den Punkt. Den angeblichen Handelfmeter für die Gäste, verwandelte die Kapitänin der Duisburgerinnen unhaltbar zur 1:0 Führung.
Mit diesem Spielstand ging es in die Pause, in der Nico Peter und Andreas Doil von Ihren Mädels forderten, dass diese von nun an „Volle Möhre“ geben. Gesagt, Getan! So starteten die Mädels von Vorwärts SpoHo deutlich aufgeweckter und beherzter in die zweite Halbzeit. Man erspielte sich die besseren Chancen, traf Aluminium und den Torwart aber Tore blieben Fehlanzeige. Nach der alten Fußballweisheit „wenn man vorne die Dinger nicht macht, fängt man sie sich hinten ein“ gelang es den Duisburgerinnen, nach einem Konter und einem verunglücktem Klärungsversuch auf 2:0 zu erhöhen.
Doch die Gastgeberinnen gaben sich nicht geschlagen und konnten in der 90. Minute nach einem Freistoß von Jennifer Küppers noch den 2:1 Anschlusstreffer erzielen. Zwar stürmten die SpoHo-Nuts in den letzten Minuten auf das Tor der Duisburgerinnen, der verdiente Ausgleich wollte aber nicht fallen und so standen die SpoHos am Ende mit leeren Händen da.
Sogar Gäste Trainer Friedel Bauman gab zu: „Einen Punkt hätte Vorwärts SpoHo mindestens verdient“. Auch Di Maria ließ verlauten: „Heute hat es nicht gereicht, dann müssen wir halt nächste Woche gegen Bielefeld über uns hinauswachsen, denn dann heißt es David gegen Goliath“. Wie sagt der Kölner so schön: „et bliev nix wie et war“!