Einzug in Runde 2 – Vorwärts Spoho schreibt Vereinsgeschichte


Durch einen verdienten 3:0-Erfolg beim 1. FFV Erfurt stehen die Spoho-Mädels das erste Mal in ihrer 20-jährigen Geschichte in der zweiten Runde des DFB-Pokals der Frauen! Nach über 10 Jahren überstand damit wieder der amtierende FVM-Pokalsieger seine Erstrundenpartie.

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Es war alles angerichtet für einen spannenden Pokaltag! Losfee Renate Lingor hatte Vorwärts Spoho bei deren zweiter DFB-Pokalteilnahme ein Auswärtsspiel gezogen. Der Weg sollte zum aktuellen Thüringen-Pokalsieger 1. FFV Erfurt führen. Die Gastgeberinnen – in der Vorsaison nach einer sehr erfolgreichen Verbandsliga-Spielzeit nur hauchdünn am Aufstieg in die Regionalliga gescheitert – hofften ebenso wie die Kölner Mädels auf ein Weiterkommen.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Partie schließlich angepfiffen und vor allem in den ersten Minuten ließ sich beobachten wie beide Mannschaften vor allem mit der eigenen Nervosität zu kämpfen hatten. So lassen sich die ersten Versuche beider Teams in Richtung Tor eher der Kategorie „zaghaft“ zuordnen. Vorwärts Spoho nahm nach diesen ersten Minuten des Abtastens das Heft des Handelns zunehmend in die Hand, attackierte die Thüringer früh und erzwang so einige Ballverluste der Gastgeberinnen, versäumte es jedoch aus den sich bietenden Konterchancen Zählbares mitzunehmen. Die sich fortsetzende Dominanz des West-Regionalligisten bestimmte auch die weiteren Phasen der ersten Halbzeit. Größtes Manko an dem sonst kämpferisch und taktisch souveränen Auftritt blieb zunächst die Chancenverwertung. So ließen Kömpel, Pfeiffer und Küppers einige gute Einschussmöglichkeiten liegen, Meike Wassermann setzte einen Freistoß aus aussichtsreicher Position ein Stück über den Kasten. Trotzdem sollten sich die Spoho-Mädels noch vor dem Pausenpfiff für ihr großes Engagement doppelt belohnen. Christina Franke eroberte – wie sooft in der ersten Halbzeit – den Ball spielte diesen gefühlvoll in den Lauf der fleißigen Kömpel, die aus halbrechter Position dieses Mal sehr gut zielte und mit einem platzierten Abschluss ins untere linke Toreck die verdiente Führung für ihre Farben besorgte. Kurz darauf hätte sie sogar erhöhen können, doch schien sie aus abseitsverdächtiger Position über den ausbleibenden Pfiff der Schiedsrichterin zu überrascht zu sein und blieb an der gegnerischen Torfrau hängen. Der zweite Treffer für Spoho sollte dennoch – psychologisch wichtig – nahezu mit dem Pausenpfiff fallen. Eine zu kurz geratener Abwurf der FFV-Torhüterin nahm die agile Meike Wassermann im Mittelfeld auf und schoss diesen aus guten 25 Metern zur 2:0-Pausenführung unter die Latte!

Noch besser als im ersten Durchgang kam Spoho bei Wiederanpfiff aus den Startlöchern. Keine zwei Zeigerumdrehungen war die zweite Halbzeit alt, als Spoho den Ball im Mittelfeld eroberte, Jenny Küppers den Ball präzise in den Lauf von Isabel Pfeiffer legte und diese eben jenen unter der Torfrau hindurch zum 3:0 einschob. Großer Jubel auf Seiten der Spoho-Mädels über das erste Tor des Neuzugangs von Union Biesfeld, die auch am nächsten Höhepunkt beteiligt war: Pfeiffer zog erneut mit viel Dynamik in den Strafraum und konnte von der Erfurter Hintermannschaft nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden – Elfmeter. Marisa Stöver trat an und hatte Pech, dass ihr wuchtig geschossener Ball von der Querlatte zurück ins Feld sprang. Torchancen sollten auch im weiteren Spielverlauf folgen. Das Übergewicht hielten dabei die Spohos, denen zwei weitere sehr gekonnt herausgespielte Tore von Küppers und Fischer wegen Abseits aberkannt wurden. Da aber auch die Gastgeberinnen zu keiner Großchance mehr kamen und folglich Spoho-Keeperin Podlech nicht mehr bezwingen konnten, stand am Ende ein verdienter 3:0-Erfolg für Vorwärts Spoho, die sich nun auf die zweite Runde, in der auch die aktuellen Bundesligisten einsteigen, freuen dürfen.

Das Team aus dem Rheinland überzeugte insgesamt vor allem als Mannschaft, die durch ihre Laufbereitschaft und ihren Siegeswillen in allen Mannschaftsteilen, verdient Geschichte geschrieben hat.