Kinderschutz

Sexualisierte Gewalt – Prävention und Kinderschutz bei Vorwärts Spoho 98

Der Umgang mit Kindern stellt hohe pädagogische Anforderungen an die Trainer, nicht nur sportspezifische. Jeder Trainer trägt die große Verantwortung, die eigene Überlegenheit nicht zulasten der Kinder auszunutzen. Leider gibt es auch im Sport immer wieder negative Beispiele. Besonders tragisch sind sexuelle Übergriffe, bei denen Erwachsene die Abhängigkeit der ihnen anvertrauten Schützlinge ausnutzen.

Umgekehrt kommt es aber auch zu unberechtigten Vorwürfen, weil sich Übungsleiter, ohne schlechte Absichten zu verfolgen, durch unüberlegtes Verhalten in kritische Situationen bringen, die Anlass zu Gerüchten und Fehlinterpretationen geben.

Aus Verantwortung gegenüber den Kindern, gegenüber den Eltern, die uns ihre Kinder anvertrauen, aber auch aus Verantwortung unseren Trainern gegenüber, sie zu befähigen, sich in allen Situationen korrekt zu verhalten und nicht durch unbedachtes Verhalten in etwaige „Fallen“ zu tappen, haben wir uns entschlossen, folgende Maßnahmen konsequent umzusetzen:

– jeder Trainer muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen

– jeder Trainer muss an einer anerkannten Fortbildung zu diesem Thema teilnehmen, die mit einem Zertifikat abschließt

– Verpflichtung zur Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln im Interesse des Kinder-Schutzes durch Unterzeichnung eines entsprechenden Verhaltenskodex

– Benennung eines Ansprechpartners im Verein, an den sich Kinder, Eltern und Trainer zwecks einer ersten Beratung wenden können, wenn Verdachtsmomente bestehen, dass Kinder von sexualisierter Gewalt betroffen sein könnten

Eine erste Präventions-Schulung haben wir bereits durchgeführt, an der etwa die Hälfte der Trainer teilgenommen hat.

Unser Jugendleiter, Gunther Rotter, hat sich der kontinuierlichen Umsetzung dieser Maßnahmen besonders verschrieben, nachdem im Rahmen seiner Teilnahme am Jugendleiter-Lehrgang des Fußball-Verbandes Mittelrhein dieses Thema ausführlich behandelt worden ist.